Bewerbungstipps für Schüler
Bewerbungstipps für Schüler

Eselsohren und Rechtschreibfehler im Bewerbungsschreiben, viel zu spät und schlecht vorbereitet zum Vorstellungsgespräch – so wird das nichts. Worauf es jetzt ankommt, haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

Viega - Bewerbungstipps

Erfolgreich Bewerbungen schreiben

Eine saubere, sorgfältig geschriebene und ausgedruckte Bewerbung ist das A und O für den erfolgreichen Start in die Ausbildung. Rechtschreibfehler sind ebenso tabu wie Kaffeeflecke oder Eselsohren. Und so stellst Du die optimale Bewerbung zusammen:

 

Das sollte Deine Bewerbungsmappe enthalten
• Deckblatt
• Bewerbungsschreiben
• Tabellarischen Lebenslauf
• Kopie der letzten vier Zeugnisse
• Praktikumsbescheinigung
• Evtl. weitere Leistungsnachweise (z. B. Maschinenschreiben, Computerkurs, etc.)

 

Das Bewerbungsschreiben
Ein optimales Bewerbungsschreiben sollte immer an einen genauen Ansprechpartner gerichtet sein. Meist genügt schon ein Blick auf die Homepage oder ein kurzer Anruf, um sich hierüber zu informieren. Ist kein Ansprechpartner zu finden, beginnst Du Dein Bewerbungsschreiben mit „Sehr geehrte Damen und Herren“.
Außer dem Ansprechpartner muss das aktuelle Datum auf jeden Fall enthalten sein. Darüber hinaus solltest Du darauf achten, dass das Bewerbungsschreiben nicht länger als eine DIN A 4 Seite ist und am Ende Ihre Unterschrift steht.

 

So kannst Du Dein Bewerbungsschreiben aufbauen:
1. Einleitung: Wie bist Du auf den freien Ausbildungsberuf aufmerksam geworden? Woher kennst Du Viega?
2. Vorstellung: Stelle Dich mit Deiner Schulbildung, sonstigen Kenntnissen und Interessen vor. Was interessiert Dich besonders an dem Ausbildungsberuf?
3. Motivation: Warum möchtest Du diese Stelle haben? Wie hast Du Dich über den Ausbildungsberuf informiert oder konntest erste Eindrücke sammeln?

 

Der tabellarische Lebenslauf
Für Deine Bewerbung benötigt nun noch einen tabellarischen Lebenslauf. In der Regel besteht der aus folgenden Angaben:
• Name, Vorname
• Geburtsdatum und -ort
• Wohnort
• Staatsangehörigkeit
• Eltern
• Geschwister
• Bisherige Schullaufbahn
• Voraussichtlicher Abschluss
• Praktikum
• Hobbys, Vereine, Interessen
• Besondere Kenntnisse, Fertigkeiten

 

Vergiß am Ende nicht Ort, Datum und Deine Unterschrift.


Bewerbungsfristen
Wer sich um einen Ausbildungsplatz bewerben möchte, sollte sich rechtzeitig bewerben. In der Regel müssen uns die Bewerbungen ein Jahr vorher – jeweils nach den Sommerferien – vorliegen. Sende Deine Bewerbung an folgende Adresse:

 

Viega GmbH & Co. KG
Geschäftsbereich Personal
Christoph Wild
Viega Platz 1
57439 Attendorn
christoph.wild@viega.de

Online Bewerbungen

Zunehmend wichtiger werden Online-Bewerbungen, vor allem bei großen Unternehmen. Kläre im Zweifelsfall ab, welches Vorgehen bevorzugt wird. Wenn Du Dich online bewirbst, gibt es zwei Möglichkeiten: 1. über ein webbasiertes Formular und 2. per E-Mail. Bei der ersten Variante hast Du klare Vorgaben, was gewünscht wird, und Du kannst allenfalls im Anschreiben von den Vorgaben des Formulars abweichen. Solltest Du im zweiten Fall aufgefordert sein,die Bewerbung per E-Mail zu versenden, achte bitte darauf, ein druckfähiges Dokument zu senden, das nicht zu groß ist. Zwei Megabyte sollte die Datei nicht überschreiten. Am besten geeignet ist das PDF-Format. Hast Du keinen Scanner oder die nötige Software fehlt? Viele Copy-Shops bieten an, gedruckte Dokumente zu digitalisieren. Bei umfangreichen Unterlagen ist es unter Umständen besser, nicht gleich alle Zeugnisse mitzuschicken – die Größe der E-Mail könnte in die Höhe schnellen. Schicke Deinen Lebenslauf und vielleicht das aussagekräftigste Zeugnis und biete an, den Rest bei Interesse nachzureichen. Das Anschreiben gehört in die E-Mail selbst, nicht in den Anhang. Auch bei der Online-Bewerbung gilt natürlich: Gehe alles noch einmal sorgfältig durch, bevor Du sie abschickst.

Informationen zu unserer Online-Bewerbung findest Du hier.

Punkten im Vorstellungsgespräch

Im Vorstellungsgespräch geht es darum, einen persönlichen Eindruck zu gewinnen. Wer sich gut vorbereitet und einige Regeln beherzigt, ist bestens dafür gerüstet.


Optimal vorbereitet
Um auf Fragen zum Unternehmen, zum eigenen Lebenslauf, etc. gut vorbereitet zu sein, heißt es nun Informationen sammeln und Antworten zurechtlegen.
Über das Unternehmen (Größe, Produktsegment, Ausbildung etc.) kannst Du Dich meist über die Internetseite umfassend informieren. Für Fragen zum eigenen Lebenslauf und Berufswunsch solltest Du dir schon vorher mögliche Antworten überlegen, damit Du im Bewerbungsgespräch nicht unnötig ins Stocken gerätst.
Bewerber werden im Vorstellungsgespräch oft aufgefordert, eigene Stärken und Schwächen zu nennen. Hier solltest Du dich nicht zu sehr selbst loben aber auch nicht Deine Schwächen hervorheben. Vielleicht kannst Du bei einer Schwäche auch die gute Seite daran nennen (wie z. B. „Ich möchte immer gleich alles können und muss noch etwas Geduld lernen“).


Was sonst noch wichtig ist
• Pünktlichkeit ist ein erstes Indiz für Deine Professionalität. Sei etwa fünf Minuten vor dem vereinbarten Termin bei der Anmeldung.
• Dein Outfit sollte ordentlich und für den angestrebten Beruf angemessen sein. Zu einem Vorstellungsgespräch für die Stelle eines Werkzeugmachers musst Du also nicht im Anzug kommen.
• Ein selbstsicheres Auftreten mit festem Händedruck und einer klaren Stimme macht einen guten Eindruck. Versuche das Gespräch aktiv mitzugestalten und stelle Fragen. So kannst Du noch einmal ganz einfach Interesse zeigen.
• Unsicherheit ist bei all der Aufregung ganz natürlich. Fragen musst Du deshalb nicht übereilt beantworten. Wenn Du unsicher bist, kannst Du noch einmal nachfragen. Auf diese Weise gewinnst Du zusätzlich Zeit zum Nachdenken.
• Versuche immer wieder Blickkontakt zu halten und mindestens bei der Begrüßung (falls der Name des Gesprächspartners schon bekannt ist), spätestens aber bei der Verabschiedung den Gegenüber persönlich mit Namen anzusprechen.
• Und nicht vergessen: Zur Begrüßung und Verabschiedung gibst Du allen Gesprächspartnern die Hand.
Ablauf eines Bewerbungsgesprächs
Die meisten Bewerbungsgespräche laufen nach einem festen Muster ab:

 

1. Am Anfang soll das Eis gebrochen und dem Bewerber die erste Nervosität genommen werden. „ Wie war die Fahrt?“ oder „Wie geht es Ihnen?“ sind häufig gestellte Fragen vor Beginn des Vorstellungsgespräches.
2. Nun wollen der oder die Gesprächspartner Dich genauer kennen lernen. Der Bewerber sollte kurz seinen Lebenslauf mit den relevanten Informationen darstellen. Hinzu kommt noch die Nennung der Motive für die Bewerbung.
3. Anschließend werden Informationen über das Unternehmen und die angebotene Stelle vermittelt.
4. Am Ende des Gespräches bekommst Du die Gelegenheit selbst Fragen zu formulieren. Dies solltest Du auf jeden Fall nutzen.


Bereit zum Interview?
Mögliche Fragen im Vorstellungsgespräch:

- Erzählen Sie doch mal etwas über sich selbst!

- Was wissen Sie über unser Unternehmen?

- Was wissen Sie über Ihren Ausbildungsberuf?

- Warum wollen Sie gerade diesen Beruf erlernen?

- Fragen zum Tages-, Regional- und Weltgeschehen

- Fragen nach einzelnen Schulfächern

- Fragen nach Freizeitbeschäftigungen

 

Zusage oder Absage?
Ganz gleich, wie das Bewerbungsverfahren am Ende ausgeht: Du hast alles gegeben. Ein bisschen ist es so wie im Sport: Je öfter man trainiert und an Wettkämpfen teilnimmt, desto besser und routinierter wird man. Deshalb nicht unterkriegen lassen, wenn es beim ersten Anlauf nicht klappt. 

 

Weiterführende Links und Literaturhinweise:
Ausbildungsstelle.com

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, kurz AGG, legt fest, dass Bewerber wegen ihrer „[…] Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Welt-
anschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität […] nicht benachteiligt werden dürfen (AGG § 1).

 

Unternehmen sind damit in der Pflicht, ihre Stellenausschreibungen AGG-konform zu formulieren. Solch formelle Stellenausschreibungen machen es manchen Bewerber schwer zu erkennen, was für eine Persönlichkeit überhaupt gesucht wird. Für Dich gilt als Faustregel: Achte darauf, dass das geforderte Profil zu etwa 75 % zutrifft, denn das ist ein Richtwert, auf den sich auch Unternehmen verstärkt beziehen.
Foto – ja oder nein? Die explizite Anforderung eines Lichtbilds in Stellenanzeigen ist seit Inkrafttreten des AGG umstritten. Weil Fotos, so die Befürchtung, einen Anlass für eine Diskriminierung darstellen könnte, werden sie in Zukunft voraussichtlich kaum in Anzeigen gefordert. Dennoch solltest Du dir vor Augen halten, dass Personaler es einfach haben, sich ein vollständiges „Bild“ von Dir zu machen, wenn ein Foto beiliegt.