Auch bei einwandfreier mikrobiologischer Beschaffenheit des Kaltwassers kann sich die Güte im Warmwasserbereich nachteilig verändern, etwa durch die Vermehrung von Legionellen, wenn im Warmwasser Temperaturen von weniger als 55°C auftreten.
Für die Sicherstellung der Trinkwasser-Hygiene im Warmwasserbereich sind daher folgende Maßnahmen zu treffen:
Dämmung
In allen Gebäudetypen sind die Rohrleitungen für warmes Trinkwasser entsprechend der Mindestdämmschicht der Energieeinsparverordnung zu dämmen.
Zirkulationssysteme bei mehr als 3 Liter Rohrleitungsinhalt
Bei einem Rohrleitungsinhalt mit mehr als 3 Liter Volumen zwischen dem Abgang des Warmwasser-Speichers und der entferntesten Entnahmestelle sind Zirkulationssysteme zu installieren – entweder als parallele oder als innenliegende Zirkulation. Diese sind so zu bemessen, dass im zirkulierenden Warmwasser-System die entsprechende Wassertemperatur um nicht mehr als 5 K gegenüber der Speicheraustrittstemperatur (60°C / 55°C) unterschritten wird.
Zirkulationssysteme sind insgesamt bzw. in Teilabschnitten mit Regulierventilen abzugleichen. Für die Auslegung ist Folgendes erforderlich:
Ermittlung der erforderlichen Zirkulationsvolumenströme über den Wärmeverlust der Rohrleitungen
Festlegung einer Temperaturdifferenz von max. Δt 5 K
Vorgabe eines verfügbaren Rohrreibungsdruckgefälles
Hydraulischer Abgleich günstiger Zirkulationskreise über die Leitungsdurchmesser, unter Berücksichtigung einer maximal zulässigen Fließgeschwindigkeit
Bis zu 3 Liter Rohrleitungsinhalt
Bei Wasservolumen bis zu 3 Liter kann auf die Installation einer Zirkulationsleitung verzichtet werden. Das Volumen von 3 Liter je Leitungsabschnitt ohne Zirkulation ist dabei als Obergrenze zu verstehen. Aus hygienischen Gründen sollte das Wasservolumen stets so gering wie möglich gehalten werden.
Spülsysteme in der Warmwasserversorgung
In der Warmwasserversorgung ist ein Spülsystem weder hygienisch noch ökonomisch sinnvoll, da
Viega Systemlösungen für die Warmwasser-Versorgung
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