Grundlagen: Hydraulischer Abgleich

Funktion des Hydraulischen Abgleichs

Durch den Hydraulischen Abgleich wird sichergestellt, dass an jedem Punkt einer Heizungsanlage eine entsprechende Wassermenge mit der erforderlichen Temperatur und zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung steht.
Um diese Forderung zu erreichen, muss vom Wärmeerzeuger über die Wärmeverteilung bis zur Wärmeübergabe das komplette System aufeinander abgestimmt und eingestellt sein. Nur dann ist es gewährleistet, dass die Heizungsanlage wirklich energieeffizient betrieben werden kann.
Hierfür ist der Wärmebedarf (für den kältesten Tag im Jahr) des Hauses und der einzelnen Räume zu ermitteln und abhängig von den Temperaturdifferenzen der Wärmeerzeugung, die Wassermengen der einzelnen Heizkreise oder Heizkörper zu berechnen. Diese Wassermengen sind dann am Heizkörper oder an den Durchflussmessern des FHB-Verteilers einzustellen.
Mit Hilfe der Verteiler-Wassermenge ergeben sich durch die vorhandenen Rohrdimensionen die benötigten Differenzdrücke. Ist das Rohrnetz sehr verzweigt, sind die einzelnen Teilstränge über Strangregulierventile oder Differenzdruckregler abzugleichen. Die gesamte Wassermenge des Gebäudes und der größte Druckverlust (ungünstigster Kreis) bestimmen die Größe der Pumpe (siehe BFV-Broschüre zum „überschlägigen Hydraulischen Abgleich bestehender Fußbodenheizungskreise“)

Grundlegendes zu Förderungen des Hydraulischen Abgleichs

In der Regel ist das Ziel aller Förderungen des Bundes und der Länder im Bereich der Gebäudetechnik Energie zu sparen. Die Kosten, die dem Eigentümer aus der Optimierung einer veralteten Gebäudetechnik entstehen, werden mehr oder weniger hoch gefördert.
Die Anträge um die Fördergelder zu bekommen sind abhängig von den Institutionen für Fördergelder und können von der Art der Antragstellung, über die Einreichung der Unterlagen bis zur Auszahlung der Gelder sehr unterschiedlich sein. Es ist sehr wichtig, sich vorab direkt (z.B. offizielle Internetseiten) bei den einzelnen Stellen (z.B. KfW oder BAFA) sehr genau zu informieren.
Neben einigen anderen Einzelmaßnamen wie Pumpen- oder Kesseltausch wird auch der Hydraulische Abgleich gefördert.
Der Hydraulische Abgleich ist eines der größten Probleme der Heizungsanlagen in Deutschland. Marktdaten bestätigen, dass ca. 80% aller Heizungsanlagen nicht oder nur ungenügend abgeglichen sind und dadurch sehr viel Energie verschwendet wird. Gerade bei Altanlagen ist das Einsparpotential durch den Hydraulischen Abgleich sehr hoch.

Fördermöglichkeiten für Fonterra Smart Control:

KfW:
- seit längerem bestehende Fördermöglichkeiten:
„Energieeffizient sanieren“ Programm 430 bzw. 151/152 (Kredit)
„Energieeffizient bauen“ Programm 153 (Kredit)
- Antragstellung vor Beginn der Bauarbeiten bei einem Finanzierungsinstitut nach Wahl
- Nachweis des hydraulischen Abgleichs über VdZ Formular erforderlich
- Ein Sachverständiger / Energieberater ist notwendig

BAFA:
- Fördermöglichkeit seit 01.08.2016 für „Heizungsoptimierung“
- für Heizungsanlagen in bestehenden Gebäuden
- Förderung von Smart Control und weiteren Produkten (z.B. Strangventile)
- nur bei Ausführung durch den Fachhandwerker
- mind. 2 Jahre zweckentsprechender Betrieb gefordert
- Registrierung bei der BAFA vor Beginn der Arbeiten
- separate Rechnung des Fachhandwerkers über die förderfähigen
Maßnahmen (Kopie einreichen)
- Nachweis des hydraulischen Abgleichs über VdZ Formular erforderlich
- Umsetzung der Maßnahmen muss nach 6 Monaten abgeschlossen sein
- Förderhöhe 30% der förderfähigen Nettoinvestitionskosten (max. 25.000 €)
Fonterra Smart Control entspricht durch permanenten hydraulischer Abgleich den Vorgaben und ist dadurch förderfähig. Auch die bei Fonterra Smart Control integrierte Analyse der Vorlauftemperatur trägt zur Förderung bei.