Viega setzt neue Maßstäbe mit der kalten Pressverbindungstechnik in der Industrie
Produktivität und Sicherheit von Mensch und Umwelt haben eine hohe Priorität, Betreiber von Industrieanlagen stehen jedoch auch vor der Herausforderung, eine Vielzahl gesetzlicher Vorgaben einzuhalten und den reibungslosen Betrieb der Produktion sicherzustellen. Bis heute werden für den Rohrleitungsbau von Industrieanlagen häufig traditionelle Verbindungstechniken wie die Schweißtechnik eingesetzt – die bewährt, aber auch zeitintensiv sind.
Doch Fachkräfte sind rar, und beim Schweißen stellen sich Hürden auf: Funkenflug erfordert hohe Sicherheitsmaßnahmen, Brandwachen müssen organisiert werden, und nach dem Schweißen heißt es erst mal abkühlen lassen. Muss das wirklich sein?
Viega zeigt, dass es auch anders geht: Mit der kalten Pressverbindungstechnik lassen sich Rohrleitungen schnell und zuverlässig dicht verbinden – ganz ohne offene Flamme und mit deutlich reduziertem Zeitaufwand. Wie die Gleichwertigkeit der Viega Pressverbindersysteme gegenüber herkömmlichen Verbindungstechniken belegt ist, zeigt die technische Information "Auf Dauer technisch dicht".
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Warum wird noch geschweißt, wenn es auch smarter geht?
Schweißverbindungen sind in der Industrie historisch weit verbreitet und haben sich in der Praxis über Jahrzehnte bewährt, da sie als besonders sicher und zuverlässig gelten. Für Rohrleitungen im industriellen Umfeld bilden neben den allgemein anerkannten Regeln der Technik (a.a.R.d.T) die einschlägigen Normen und Regelwerke den maßgeblichen Handlungsrahmen. Dazu gehören im Kontext von Rohrleitungen unter anderem:
Ebene der Gesetze: Das Bundes-Immissionschutzgesetz (BImschG), das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) oder das Chemikaliengesetz (ChemG)
Ebene der Verordnungen: Die Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft 2021), die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) sowie die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)
Ebene der Technischen Regeln, Richtlinien und Normen: Die Technische Regeln für Gefahrenstoffe (TRGS 722), die Technische Regeln für Betriebssicherheit (TRBS 2141)
Innerhalb dieses Handlungsrahmens ist die Schweißtechnik tief verankert. Diese historischen Strukturen führen dazu, dass Schweißverbindungen häufig als bevorzugte Verbindungstechnik gewählt werden – selbst wenn moderne Alternativen ebenfalls eine hohe Sicherheit bieten.
Fortschritt in der Installation – Nachholbedarf in den Regelwerken
Die Herausforderung: Normen und Regelwerke folgen der technischen Entwicklung und damit den allgemein anerkannten Regeln der Technik immer nur nach. In vielen Bereichen industrieller Anwendungen hat sich die Installationstechnik aber deutlich weiterentwickelt. Die einfachere und sicherere, schon seit Jahrzehnten in der Technischen Gebäudeausrüstung etablierte kalte Pressverbindungstechnik wird zwar auch in Industriebetrieben üblicherweise schon für Trinkwasser-, Heizungs-, Druckluft- oder Erd- und Flüssiggasinstallationen eingesetzt. Viele weitere Industriemedien werden jedoch nach wie vor beispielsweise geschweißt, obwohl auch solche Rohrleitungen mit der Pressverbindungstechnik deutlich effizienter zu installieren sind.
Die Pressverbindungstechnik – nachweislich eine echte Alternative!
Die Pressverbindungstechnik von Viega erfüllt die hohen Anforderungen an Sicherheit und Zuverlässigkeit im industriellen Einsatz. Gemeinsam mit unabhängigen Prüfinstituten hat Viega zahlreiche Nachweise erbracht, die die Pressverbindungstechnik als betriebssichere Alternative zu herkömmlichen Verbindungstechniken qualifizieren.
Die Viega-Systeme – Profipress, Sanpress, Sanpress Inox, Temponox und Megapress – wurden umfassend getestet. Der TÜV Rheinland hat zum Beispiel über zwei Gutachten der Pressverbindungstechnik attestiert, dass diese nun als “Auf Dauer technisch Dicht” im Sinne der TRGS 722 eingestuft werden können.
Damit ist die Pressverbindungstechnik eine echte Alternative für zum Beispiel Betreiber, Rohrleitungs- und Anlagenbauer, Planer sowie weitere Fachkräfte, die auf Effizienz und Sicherheit setzen. Die von Viega erworbenen Gutachten und Zertifikate ermöglichen es, die Pressverbindungstechnik praxisgerecht einzusetzen und von ihren Vorteilen zu profitieren. In den obligatorischen Gefährdungsbeurteilungen können diese Nachweise nun einfach berücksichtigt werden.
So wird aus technologischem Fortschritt ein klarer Wettbewerbsvorteil.
Geprüfte Dichtheit und Qualität durch anerkannte Prüfinstitute
Eine maßgebliche Richtlinie rund um das Thema Rohrleitungen in der Industrie ist die Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU (DGRL). In dieser werden Rohrleitungen in Abhängigkeit der Rohrdimensionen, der Medien und des Druckes in verschiedene Kategorien eingestuft. Viega hat die bereits bestehenden Zertifizierungen des TÜV Verbandes um die Kategorie I der DGRL durch die Prüforganisation erweitern lassen. Dabei wurde nachgewiesen, dass die Pressverbindersysteme nicht nur nach der guten Ingenieurspraxis (Artikel 4 Absatz 3 der DGRL), sondern auch nach der Kategorie I der DGRL ausgelegt und hergestellt werden.
Für mehrere Viega Pressverbindersysteme wurde mit den neuen TÜV-Gutachten bestätigt, dass diese als „Auf Dauer technisch dicht“ eingestuft werden können: Die Pressverbindungstechnik ist – bezogen auf die Dichtheit – als gleichwertig zu den in der TRGS 722 genannten Verbindungstechniken anzusehen, wenn die entsprechenden Hinweise in den Gutachten berücksichtigt werden.
Das Fazit des TÜV Rheinland ist, dass unter Berücksichtigung der genannten Rahmenbedingungen die Pressverbindersysteme als medienführende Rohrleitungssysteme nach dem Verpressen gleichwertig zu den in der TRGS 722 genannten Verbindungstechniken anzusehen seien.
Um die Dichtheit der Pressverbindungstechnik nachzuweisen, hat Viega die Pressverbindersysteme zusätzlich beim messtechnischen Institut AMTEC gemäß den Anforderungen der TA-Luft 2021 prüfen lassen. In dieser Verordnung werden zwar ausschließlich Flanschverbindungen thematisiert. Die zugrunde liegenden Dichtheitskriterien können aber auf Pressverbindungen gleichermaßen übertragen werden. Das Ergebnis: Die Pressverbindersysteme erfüllen nicht nur die Anforderungen der TA-Luft 2021, sondern sind generell sogar um mindestens zwei Zehnerpotenzen besser.
Viega hat ebenfalls die „mechanischen Kennwerte“ der Pressverbindersysteme vom TÜV Rheinland prüfen und bestätigen lassen. Dafür wurden Zug-, Biege- und Torsionsprüfungen mit den Systemen Sanpress Inox und Megapress in den Nennweiten 15 mm bis 108 mm bzw. 3/8 Zoll bis 4 Zoll durchgeführt.
Die mechanischen Kennwerte können nun entsprechend bei der Auslegung von Rohrleitungsnetzen genutzt werden.
Wir haben mit zahlreichen Experten gesprochen und schätzen, dass wir nun mit unseren Pressverbindersystemen etwa 60 bis 70 % der wichtigsten Medien in Industrieunternehmen abdecken können.
Hanna Seemann (Director Product Management Piping Systems – Industrial EU), Viega GmbH & Co. KG
Ihre Vorteile mit Viega? Sicher verpressen stand umständlich verschweißen!
KEINE HITZE, KEIN RISIKO:
Verbindungen ohne Funkenflug – dadurch entfallen aufwändige Brandschutzmaßnahmen wie Brandwache oder das Abschalten von Brandmeldeanlagen.
WENIGER STILLSTAND, MEHR EFFIZIENZ:
Bis zu 80 % Zeitersparnis bei der Montage – für minimale Produktionsunterbrechungen.
DICHTHEITSPRÜFUNG DANK SC-CONTUR:
Unverpresste Verbindungen werden bei der zentralen Dichtheitsprüfung sofort erkannt – das senkt das Risiko von Leckagen und Nacharbeiten.
HOHE VERBINDUNGSQUALITÄT:
Gleichmäßige, belastbare Pressverbindungen – auch bei Dimensionen bis DN 100.
EINFACHE HANDHABUNG:
Reduziert den Bedarf an spezialisierten Fachkräften – ein klarer Vorteil bei steigendem Fachkräftemangel.
MAXIMALE FLEXIBILITÄT:
Durch den Verzicht auf schweres Equipment wie Schweißgeräte oder Gasflaschen ist die Verarbeitung flexibler und auch an schwer zugänglichen Stellen problemlos möglich.
Welches Pressverbindersystem passt zu Ihrer Anlage?
Sind Sie bereit für den technologischen Wandel in der Verbindungstechnik?
Steigender Kostendruck und fehlende Fachkräfte stellen Unternehmen vor große Herausforderungen. Die Pressverbindungstechnik bietet hier eine Lösung: Anlagen lassen sich schneller planen und realisieren, während Montagezeiten, Stillstände und Betriebskosten deutlich reduziert werden.
Im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren ist die Pressverbindungstechnik eine pragmatische, wirtschaftliche und sichere Alternative. Sie ermöglicht es, Projekte effizient umzusetzen und Ressourcen gezielt einzusetzen.
Was nach einem einfachen Schritt klingt, ist in Wahrheit ein technologischer Wandel, der die Industrie nachhaltig verändert und ihre Wettbewerbsfähigkeit sichert.
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