Werkstoffprüfer (all genders)
Mein Berufsbild
Als Werkstoffprüferin der Fachrichtung Metalltechnik untersuche ich metallische Werkstoffe auf Eigenschaften bzw. Schäden. Ich entnehme Proben, führe Messungen und Prüfungen durch und dokumentiere die Ergebnisse.
Meine Ausbildungsinhalte
Lesen von technischen Zeichnungen
Kenntnis über Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten von Werkstoffen
Kennenlernen von Verarbeitungs- und Veredlungsverfahren für metallische Werkstoffe
Durchführungen von Prüfungen – Ermitteln mechanisch-technologischer Werkstoffeigenschaften
Durchführung von metallographischen Untersuchungen
Anwendung zerstörungsfreier Werkstoffprüfverfahren
Analysieren von Fehlerursachen
Bearbeiten von Werkstücken aus unterschiedlichen Werkstoffen
Meine Stärken/Interessen
Da mir Mathematik und Chemie immer gelegen haben, lag es auch nahe diese Ausbildung zu machen. Wenn Du zudem noch Geschick und Konzentrationsfähigkeit mitbringst, ist die Ausbildung hier genau das Richtige für Dich.
Mein Ausbildungsverlauf
Einige Wochen meiner Ausbildung finden in der LEWA in Attendorn statt.
Ausbildungsdauer
3,5 Jahre
Ausbildungsorte
- Attendorn
- Attendorn-Ennest
Hinweise zur Schule
- Cuno-Berufskolleg 1 Hagen
- Teilzeitunterricht
Nur perfekte Werkstoffe liefern perfekte Endprodukte. Deswegen haben es die Werkstoffe bei mir nicht immer leicht.
Erfahrungsbericht unseres Azubis
Was mich an dem Ausbildungsberuf besonders reizt, ist die Arbeit im Labor. Seitdem ich in der fünften Klasse war, wollte ich in meinem Berufsleben etwas mit Chemie und Physik machen.
Die Ausbildung verbringt man in den ersten 6 Monaten in der Lehrwerkstatt um die Grundlagen eines Metallberufes zu erlernen. Danach fängt die fachspezifische Ausbildung erst richtig an und es kommen Begriffe ins Spiel wie: Zugfestigkeit, Eisen-Kohlenstoff-Diagramm, Verformungszwillinge, Widmannstättisches Gefüge usw.
In meinem Beruf gibt es viele verschiedene Aufgaben, zum einen gibt es die Büroarbeit und zum anderen die Laborarbeit. Meine Tätigkeiten sind metallographische Proben zu präparieren und zu analysieren, dazu gehören Gefügebestimmung durch mikroskopieren, Korngrößenbestimmung, Härteprüfungen an den verschiedenen Produkten, die chemische Zusammensetzung von Werkstoffen bestimmen, Zug- und Biegeprüfungen und Prüfberichte verfassen.
Was mir besonders viel Spaß macht ist, dass durch die verschiedenen Prüfungen Herausforderungen in der Produktion behoben und neue Produkte entwickelt werden können.
Besonders überrascht hat mich, dass die Welt der Werkstoffwissenschaften komplex ist, da z.B. die Eigenschaften eines Werkstoffes nicht nur von der chemischen Zusammensetzung abhängig sind, sondern auch die äußeren Einflüsse (Temperatur, Spannung, Medium usw.) eine sehr große Rolle spielen.