Druckluftsysteme in der Industrie sind entweder über Jahre hinweg gewachsen, und immer wieder an die sich verändernden Bedarfe angepasst, oder sie wurden entlang eines theoretischen Idealbildes von Fertigungsprozessen geplant. Die Folge: In nahezu allen Fällen ist die ursprüngliche Auslegung überdimensioniert. Die Folge sind häufig sehr große, nicht mehr bedarfsgerechte Anlagenvolumina – also letztlich überflüssige Druckluftmengen, die jedoch energieaufwändig miterzeugt werden müssen. Das zu ändern, setzt zunächst eine grundlegende Bestandsaufnahme zur Neukonzeption des Verteilnetzes voraus. Für den Ersatz des Rohrleitungsnetzes sollten dann schnell und wirtschaftlich zu installierende, metallene Viega Pressverbindersysteme wie „Profipress“ (Kupfer; 99,9 % Cu-DHP), „Sanpress Inox“ (Pressverbinder aus Edelstahl 1.4401 und Rohre aus Edelstahl 1.4401 und 1.4521), „Megapress“ (unlegierter Stahl 1.0308) oder „Temponox“ (Pressverbinder aus Edelstahl 1.4301 und Rohre aus Edelstahl 1.4520) mit strömungsoptimierten Verbindern eingesetzt werden. Denn je offener der Rohrquerschnitt ist, umso geringer sind die Druckverluste und damit auch die benötigte Kompressorleistung.
In der Summe führt eine solche bedarfsgerechte Auslegung des Druckluftverteilsystems zu Energieeinsparungen von bis zu 40 %, ergab eine Potenzialstudie zur Energie- und Kosteneinsparung in der Fluidtechnik im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA). Vor allem, wenn die Verteilnetze gleichzeitig möglichst einfach strukturiert werden, um die Druckverluste weiter zu minimieren.
Weniger Aufwand bei Reparaturen
Die metallenen Viega Pressverbindersysteme haben für den Neuaufbau der Druckluftverteilung gleichzeitig den Vorteil, dass der Aufwand für die Montage der hoch belastbaren Rohrleitungssysteme wesentlich geringer ist als bei klassischen Verbindungstechniken wie Schweißen oder Gewindeschneiden. Je nach Nennweite ist eine Pressverbindung zum Beispiel bis zu 80 % schneller fertiggestellt als eine Schweißverbindung. Zudem entsteht kein Schmutz und es sind keine Brandschutzvorkehrungen zu treffen. Der Ersatz von Leitungsabschnitten oder die Erweiterung eines Druckluftnetzes ist dadurch sogar ohne Unterbrechung des laufenden Produktionsbetriebs möglich.
Diese Verarbeitungsvorteile kommen genauso bei der Reparatur von Verteilnetzen zum Tragen, um Leckagen zu beseitigen. Denn Schätzungen zufolge weisen etwa 80 % der Druckluftanlagen Leckagen auf. Über die gehen bis zu 30 % der Druckluft verloren – mit entsprechendem Einsparpotenzial, wenn die Leckagen zeitnah erkannt und behoben würden.
Kostenloses Whitepaper anfordern
Welche betriebswirtschaftlichen und prozesssichernden Möglichkeiten in der qualifizierten Auslegung beziehungsweise Sanierung von Druckluftnetzen bestehen, hat Viega in einem Whitepaper mit dem Titel „Effizienz von Druckluftsystemen“ zusammengefasst. Es kann kostenlos unter viega.de/Druckluft heruntergeladen werden. Dort gibt es auch weitere detaillierte Informationen zu den für den Industrieeinsatz zertifizierten Pressverbindersystemen von Viega.