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Fachwerkhaus

Das Holzständerwerk und die Gefache freigelegt, von innen gemäß EnEV gegen Wärmeverluste gedämmt – so präsentiert sich das in Kirchwehren aufwändig sanierte Bauernhaus aus  dem Jahre 1910 heute.

Historischer Charme und moderne Technik im Fachwerkhaus

Stilvoll im alten Fachwerkhaus wohnen, ist das eine. Dabei auf Komfort, beispielsweise in Sachen behaglicher Wärme, nicht zu verzichten, ist allerdings nicht ganz so einfach. Wie das geht, zeigt die Sanierung eines rund 100 Jahre alten und denkmalgeschützten Bauernhauses in Kirchwehren bei Hannover. Es bietet auf 180 m² und zwei Ebenen ein unvergleichliches Wohnambiente, das großzügige, geöffnete Räume mit dem Charme historischer Bausubstanz verbindet.

Bei der Planung der Wärmeverteilung allerdings wurde deutlich: Es gibt keine Standardlösungen. Konventionelle Rippen- oder Plattenheizkörper kamen nicht infrage. In den großen, hohen Räumen hätten entweder mehrere kleine oder ein sehr großzügig ausgelegter Heizkörper platziert werden müssen. Das eine stört die Raumarchitektur, das andere sorgt mit der recht punktuellen Wärmeabgabe für ein thermisches Ungleichgewicht im Raum.

Damit blieb nur die Installation einer Flächenheizung. Was aber, wenn nicht genügend dafür nutzbare Bodenfläche zur Verfügung steht, da der Belag aus erhaltenswertem Terrazzomarmor besteht? Und die Bausubstanz eine sorgfältige Systemwahl und Installation erfordert, um mögliche spätere Schäden wie Schimmelbildung zu vermeiden?

Vier Systeme unter einem Dach

Genau für solche Voraussetzungen ist das variantenreiche Flächentemperiersystem Fonterra entwickelt worden. Fonterra Base 15, das Noppensystem im Estrich, deckt bei diesem Projekt die höheren Heizlasten in den großen, ebenerdigen Räumen ab. Bei den schützenswerten Bodenbelägen hingegen wurde Fonterra Side Clip 12 an der Wand installiert. In dem komplett neu ausgebauten Obergeschoss wiederum war das vorkonfektionierte Trockenbausystem Fonterra Reno die technisch wie wirtschaftlich beste Lösung. In der großen Eingangshalle wurde mit Fonterra Top 12 zusätzlich ein 19 m² großes Deckensystem installiert. Das schützt einerseits den wertvollen Terrazzoboden, temperiert aber auch den Raum an heißen Sommertagen angenehm kühl.

In der Summe waren sich alle Beteiligten einig: Auch wenn ein Haus weitgehend entkernt und die Technik neu aufgebaut wird, muss die Planung am Reißbrett immer an Grenzen stoßen, da kaum Eingriffe in den Baukörper an sich zulässig sind. Neben der Fachkompetenz der einzelnen Gewerke ist also immer auch ein hohes Maß an Kreativität von allen gefordert. Die Kombination aus Kompetenz und Kreativität ergibt hier jedoch eine Haustechnik, die dem architektonischen Anspruch des Gebäudes in nichts nachsteht. 

Objekt Fachwerkhaus
Ort Kirchwehren, Deutschland
Jahr 2009
Objektart Renovierung
Einsatzbereich Wohnungsbau
Architekt Oelze Architekten, Hannover
Planung BPH Ingenieurbüro GbR, Hildesheim
Installation SHK-Meister Andre Steinfurth, Harsum
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