Elbphilharmonie

Die verwobene, innere Struktur des Jahrhundertbauwerks war eine besondere Herausforderung für die Rohrleitungsinstallation. (Foto: Herzog & de Meuron / bloomimages)

Bildergalerie

Fakten

Objekt Elbphilharmonie
Ort Hamburg, Deutschland
Jahr 2016
Objektart Neubau
Fläche 125000 m²
Einsatzbereich Öffentliche Gebäude
Architekt Herzog & de Meuron, Basel (CH)
Planung Hochtief AG, Essen
Installation A.C. Vorwald & Sohn GmbH, Hamburg (u.a.)

Vollständige Beschreibung

Viega Rohrleitungssysteme lösen Herausforderungen in Jahrhundert-Bauwerk

Aus der Ferne sieht sie aus wie ein riesiges futuristisches Hightech-Schiff mit gläsernen Segeln. Am Westufer der historischen Hamburger Speicherstadt „ankert“ nun das architektonische Prunkstück Elbphilharmonie. Ein kubisches, altes Lagerhaus aus Backstein erscheint wie der Rumpf des „Schiffs“, darüber „aufgetakelt“ ein Glaspalast. Das unter der Regie des Generalunternehmens HOCHTIEF errichtete Konzerthaus hat Kultpotenzial – sowohl in der Bau- als auch in der Kunstszene.

Bedarfsgerechte Versorgung verschiedener Nutzungsbereiche

Das Jahrhundert-Bauwerk Elbphilharmonie umfasst neben dem großen Konzertsaal zwei kleinere Säle, ein Hotel mit rund 250 Betten sowie 45 Wohneinheiten. Hinzu kommen Gastronomie und die öffentlich zugängliche Plaza. „Um diese verschiedenen Nutzungsbereiche bedarfsgerecht mit Trinkwasser und Wärme zu versorgen, haben wir allein für die Hauptverteilung weit über 10 Kilometer Rohrleitungen des Kupferrohrsystems Profipress von Viega bis 108 mm Durchmesser installiert“, beschreibt Jens-Peter Rücker, Geschäftsführer des hierfür verantwortlichen SHK-Unternehmens A.C. Vorwald & Sohn (Hamburg), seine Arbeit. Hinzu kam die Installation der Entsalzungs- und Enthärtungsanlage für den Kühlkreislauf der Kaltwassersätze. Hier setzte Rücker das Edelstahlsystem Sanpress Inox ein. 

Architektur als Herausforderung für die Rohrleitungsinstallation

Der komplexen Architektur der Elbphilharmonie hatte die deshalb ebenfalls komplexe Leitungsführung zu folgen. Das erforderte Tausende von Formteilen in allen erdenklichen Varianten. Qualität, Sicherheit und schnelle Handhabung waren Gründe, die laut Rücker hier eindeutig für Profipress und Sanpress Inox sprachen: „Die Presstechnik ist ja inzwischen State of the Art. Damit sind Verbindungen auch in großen Dimensionen schnell hergestellt. Aber auf die Dichtheit der Pressverbindungen kam es bei dem Rohrleitungsnetz in der Elbphilharmonie ganz besonders an“, betont der gelernte Gas- und Wasserinstallateur-Meister.

Denn: Durch die unterschiedlichen geodätischen Höhen der Rohrstrecken lag bei der zentralen Dichtheitsprüfung nahezu an jedem Verbinder ein anderer Prüfdruck an. Dank der SC-Contur der Viega-Verbinder, einer konstruktiven Zwangsundichtheit im unverpressten Zustand, fällt jedoch über den gesamten Druckbereich einer Dichtheitsprüfung hinweg jede versehentlich nicht verpresste Verbindung sofort auf. „Ein Sicherheitsmerkmal, das bei weitem nicht allen Verbindern am Markt eigen ist“, wie Rücker weiß.

 

Fotos:

  1. Elbphilharmonie © Thies Rätzke
  2. Querschnittsgrafik Elbphilharmonie © Herzog & de Meuron / bloomimages
  3. Chicago Symphony Orchestra / Riccardo Muti © Todd Rosenberg Photography