1. Definition der Projektziele und -anforderungen:
Zunächst werden die Ziele und Anforderungen des Bauprojekts definiert. Dies umfasst Aspekte wie Budget, Zeitrahmen, Qualität, Nachhaltigkeit und Nutzung des fertigen Gebäudes.
2. Ableitung von BIM-spezifischen Anwendungsfällen:
Basierend auf den definierten Anwendungsfällen werden BIM-spezifische Anwendungsfälle bestimmt, welche zur Erreichung der Projektziele dienen. Hierbei sollte auch berücksichtigt werden, in welchen Leistungsphase welche Auftragnehmer an diesen Anwendungsfällen mitarbeiten und wer die Verantwortung für die Umsetzung übernimmt.
3. Identifikation der relevanten Stakeholder:
Es werden alle Personen und Organisationen bestimmt, die auf Seiten des Auftraggebers an dem Bauprojekt beteiligt sind und Informationen benötigen. Dazu gehören fachliche Stellen sowie Facility-Manager, welche für den Betrieb des Bauwerks verantworlich sind.
4. Einbeziehen aller Stakeholder:
Es werden Workshops oder Termine organisiert, um alle relevanten Stakeholder einzubeziehen und die benötigten Anforderungen und Erwartungen an die Informationen aller Beteiligten abzustimmen. Dabei wird sichergestellt, dass alle Stakeholder ein gemeinsames Verständnis von den Zielen des Projekts haben und wissen, wie die Informationen dazu beitragen können, diese Ziele zu erreichen.
5. Definition der benötigten geometrischen und alphanumerischen Informationen:
Basierend auf den Diskussionen mit den Stakeholdern entsteht eine Übersicht der Informationen, die für den Lebenszyklus des Bauwerks benötigt werden. Diese werden vom/-n (der) BIM-Manager/-in in Form des Level of Information Need (LoIN) aufgearbeitet.
6. Festlegen von Informationsstandards und -formaten:
Standards und Austauschformate werden für die Erfassung, Speicherung und Übermittlung der Informationen definiert. Um eine Kompatibilität zwischen verschiedenen Softwareanwendungen sicherzustellen, sollten dabei offene Standards wie IFC und BCF verwendet werden.
7. Dokumentation und Freigabe der AIA:
Die Auftraggeber-Informationsanforderungen werden klar und präzise in einem Dokument festgehalten. Die entwickelten AIA müssen anschließend mit den relevanten Stakeholdern überprüft werden, um sicherzustellen, dass alle Anforderungen korrekt erfasst und verstanden wurden.