Kalt bleibt kalt

Die unzulässige Erwärmung von Trinkwasser kalt (PWC) wird zu einem immer größeren Hygienerisiko. Steigende Außentemperaturen und moderne, hochgedämmte Bauweisen führen dazu, dass die kritische Marke von 25 Grad Celsius schnell überschritten wird – ein Temperaturbereich, in dem sich Legionellen vermehren können. Doch mit vorausschauender Planung lässt sich der Erhalt der Trinkwassergüte langfristig sicherstellen

Neun Maßnahmen, um die thermische Trennung von warm- und kaltgehenden Leitungen konsequent umzusetzen.

Trinkwasser kalt und Hygiene

Info

Lange Zeit stand bei der Trinkwasserhygiene vor allem das Warmwasser (PWH) mehr im Fokus. Die Erwärmung von PWC wurde in den letzten Jahren ein immer wichtigerer Aspekt. Drei Faktoren sind dafür verantwortlich:

  1. Der Klimawandel führt zu höheren Temperaturen in Flüssen und Talsperren, aus denen das Rohwasser gewonnen wird.
  2. Die Versorgungsnetze erwärmen sich durch höhere Bodentemperaturen in urbanen Räumen zusätzlich. Statt der in Normen angenommenen 10 Grad Celsius kommt das Wasser oft schon mit mindestens 14 Grad Celsius oder im Sommer sogar mit weit mehr am Hausanschluss an.
  3. Moderne, hochgedämmte Gebäude sorgen dafür, dass Wärme im Inneren bleibt. In Installationsschächten und abgehängten Decken herrschen oft Temperaturen, die den Wärmeeintrag in die PWC-Leitungen begünstigen. Die Kombination dieser Effekte führt dazu, dass der Puffer zur kritischen Grenze von 25 Grad Celsius, ab der sich Legionellen stark vermehren, immer kleiner wird. Daher sind bauliche Maßnahmen notwendig, um das Hygienerisiko auch im kalten Trinkwasser zu minimieren.

Legionellen vermehren sich im Kaltwasser massiv, wenn die Temperaturen über 25 °C liegen.

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