Entsprechend ihrer Präambel ginge die VDI 6023 jeden an, der eine Trinkwasserinstallation plant, ausführt oder betreibt. Weil dieser Bogen aber inhaltlich zu weit gespannt wäre, sind die Schwerpunkte Betrieb und Instandhaltung im Wesentlichen in ein eigenes Beiblatt ausgegliedert.
Die VDI 6023-3 steht damit im Kontext mit der VDI 3810 Blatt 2 „Betreiben und Instandhalten von Gebäuden und gebäudetechnischen Anlagen – Trinkwasserinstallationen“ als einer Richtlinie sowie der DIN EN 806-5 „Technische Regeln für Trinkwasserinstallationen – Betrieb und Wartung“, auf die auch wiederholt verwiesen wird.
Das Thema von Blatt 2 der VDI 6023 ist die Gefährdungsanalyse. Sie ist ein weiteres Beispiel, wie die Regelwerke zum Erhalt der Trinkwassergüte mittlerweile zusammenhängen: Die VDI 6023-2 erweitert als privatrechtliche Empfehlung die in der Trinkwasserverordnung §16, Absatz 7 beschriebene Pflicht zur Erstellung einer Gefährdungsanalyse, wenn technische Maßnahmenwerte überschritten werden – und verweist dabei ausdrücklich auf die entsprechenden Empfehlungen des Umweltbundesamtes (UBA).
38 gegenüber 62 Seiten – die neue VDI 6023 Blatt 1 ist deutlich schlanker geworden als die Vorgängerfassung von 2013. Wie bereits beschrieben, ist dies unter anderem auf die Auslagerung der Themenfelder Betrieb und Instandhaltung zurückzuführen.